Ankunft in Christchurch
Die Flüge waren größtenteils ereignislos und wir kommen zwar übermüdet aber ansonsten wohlbehalten in Christchurch an. Über den neuseeländischen Alpen ist es klar und ich kann Mount Cook erkennen. Direkt über den Bergen fliegen wir durch Turbulenzen, welche von Gebirgswellen verursacht werden. Diese Wellen waren das Thema einer großen Messkampagne mit dem Namen DEEPWAVE im Südwinter in 2014. Damals brachten wir unser erstes mobiles Lidarsystem nach Lauder, einem Ort in der Mitte der südlichen Insel von Neuseeland im Lee der Berge, um Gebirgswellen zu messen. Zudem waren je ein Forschungsflugzeug der USA und des DLR für Messflüge über den Bergen für mehrere Wochen in Christchurch stationiert. Diesmal sehen wir keine Forschungsflugzeuge auf dem Vorfeld neben dem Hangar des United States Antarctic Program (USAP), dafür aber zwei LC-130 Militärflugzeuge der USA. Diese oder andere C-17 Flugzeuge werden uns in wenigen Tagen in die Antarktis bringen.
Im Hotel fallen wir gleich ins Bett und verschlafen den Jahreswechsel. Immerhin haben wir damit dann die Zeitumstellung gleich hinter uns. Neuseeland ist gegenüber Deutschland 12 Stunden voraus.